RAA - Extremsport auf höchstem Niveau
Das „Race around Austria“ brachte einige der besten Ultraradfahrer
nach Österreich und mit dabei unser Viererteam RC-Arbö Sk Vöest
mit den Fahrern Reinhold Grausam, Mario Kirch, Manfred Leitner,
Roland Wurm und ihrem Coach Miro Kirh.
„Race around Austria“ bedeutet 2257 km, 28000 Höhenmeter
entlang der Grenzen Österreichs über zahlreiche Berge und durch
schöne Landschaften - alleine oder im Team zu fahren.
„Race around Austria“ bedeutet aber auch; Tausende Kilometer
Training bei jedem Wetter, unzählige Entbehrungen, hoher
finanzieller Aufwand, penible Planung, kaum Schlaf während dem
Rennen, Schmerzen am ganzen Körper, ein Ausloten der
psychischen und physischen Leistungsgrenze, ein gut
funktionierendes Betreuerteam und ein unbeschreibliches
Glücksgefühl beim Überfahren der Ziellinie.
Spätestens hier sind alle Schmerzen vergessen und es überkommt
die Freude das Ziel als Dritter erreicht zu haben.
“Race around Austria” - Dritter Platz für unser Viererteam RC-Arbö Sk Vöest
Längste Tagestour: Linz -
Udine 540 km
Radtouren: Touren in
Frankreich, Italien....
Hobby:
Biken, Laufen, Motorrad, Langl.
Längste Tagestour: 341 km
Längste Tour:
753 km Linz - Cesinatico 2,5 Tg
Rennen: RR-Marathons
(Alpencup, Samson...) u. MTB-
Marathons (Top Six, Kleinzell...)
Radtouren: Alpenüberquerung,
Indien, Marokko.....
Längste Tagestour: 320 km
Längste Tour: Linz - Osijek
(Koratien) 650 km in 2 Tagen
Km pro Jahr: bis 14000 km
Die Chronologie des Rennens
Start am Freitag den 20.8.2010 um 19:30 in Schärding als
sechstes von 14 Viererteams. Unser Team startete gleich von
Beginn an eine unglaubliche Aufholjagd und war etwa ab Aigen im
Mühlviertel an der Spitze der Viererteams. Diese Position wurde in
der ersten Nacht bis Litschau gehalten bis kurz danach ein
Navigationsfehler passierte und das Team ca. 45 Minuten verlor
und an die vorletzte Stelle zurück rutschte. Die Motivation hatte zu
diesem Zeitpunkt einen Tiefpunkt erreicht und es schien alles
verloren als Reini auch noch eine Reifenpanne hatte. Miro hatte
alle Hände voll zu tun um die Fahrer wieder zu motivieren.
Der Samstag begrüßte alle mit wunderschönem Wetter und der
Kampfgeist schien auch wieder zu erwachen. Im Burgenland
wurden Kilometer um Kilometer aufgeholt und Rang um Rang
verbessert. Als die Fahrer das Südsteirische Hügelland erreichten,
hatte Miro schon Bedenken, dass die Fahrer zu lange an der
obersten Leistungsgrenze fahren würde und sie dafür später in
den Bergen die Rechnung präsentiert bekommen würden. In
dieser Nacht konnte sich das Team bis auf den Zweiten Rang
vorfahren und nun galt es diesen abzusichern da der erste Platz
realistisch gesehen nicht mehr erreichbar war. Ab jetzt kamen auch
die ersten „richtigen Berge“, sie wussten aber auch, dass sie mit
ihren Bergspezialisten Mario, Mandi u. Rolli ein paar Asse im
Ärmel hatten.
Sonntag, der zweite Renntag begrüßte sie nicht nur mit
Kaiserwetter, sondern auch mit vielen Höhenmeter. Iselsberg,
Großglockner, Gerlos, Kühtei und Silvretta sind nur einige Vertreter
dieser Bergetappen. Am Großglockner mussten sich die Fahrer
durch dichtesten Verkehr drängen, am Kühtei waren zahlreiche
Kühe auf der Straße unterwegs die zu Behinderungen führten und
die Abfahrt von der Silvretta mit den zahlreichen Kehren musste
bei stockdunkler Nacht bewältigt werden . Die Etappen wurden so
geplant, dass lange Anstiege auf mehrere Fahrer aufgeteilt wurden
um nicht zu lange an der Leistungsgrenze fahren zu müssen.
Normalerweise war jeder Fahrer ca. 2 Stunden und etwa 60 km
unterwegs, ehe er vom nächsten abgelöst wurde. Da es für die
Betreuer ebenfalls keine Spazierfahrt war beweist Tatsache, dass
ihr Coach Miro kurz vor der dritten Nacht erst das erste mal kurz
schlafen konnte – er musste ja die Strategie austüfteln, sich um
Räder und die Beine der Fahrer kümmern und die anderen Teams
via Internet im Auge behalten.
Der dritte und letzte Renntag beginnt etwas bewölkt, nicht so die
Stimmung im Team da es Richtung Ziel in Schärding geht und der
momentane zweite Platz scheint auch noch abgesichert zu sein.
Es sind noch ca. 500 km zu fahren und die Freude auf etwas
„ordentliches“ zu Essen und ein kühles Bier (nicht immer Spagetti
mit Wasser), eine Dusche und ein Bett lässt alle Schmerzen
vergessen und es wird nochmals alles gegeben. Die Taktik wurde
auf kürzere Intervalle umgestellt werden, da die bereits gefahrenen
1700 km sich schon bemerkbar machten und Konkurrenz
ebenfalls nicht schläft. Ab Hallein bei Salzburg spitzte sich die
Situation erneut zu, da das Verfolgerteam den schon lange
befürchteten Angriff startete. Unsere Fahrer wehrten sich lange
Zeit gegen den Angriff und es wurden einige male die Positionen
gewechselt aber das Team „Zisser Enns“ hatte den längeren Atem.
Unser Team, RC-Arbö Sk Vöest überrollte schlussendlich unter
tosendem Jubel der zahlreichen Fans am Montag den 23.8.2010
kurz vor 22 Uhr als Dritter die Ziellinie in Schärding. Die Freude,
aber auch die Strapazen waren den Fahrern und den Betreuern
ins Gesicht geschrieben als sie die Sektdusche bei der
Siegerehrung genossen.
Danke für die Unterstützung