Trans Karpaten MTB - Tour in Rumänien v. 23.7. - 1.8.2010
Eine Reise in die Vergangenheit
Mit dem MTB von Sibui (Hermannstadt) nach Baile Herculane (Bad Herkules) nahe der Donau. Die etwa 400 km
lange, knapp 8000 Hm umfassende MTB-Tour führte im wahrsten Sinn über Stock und Stein, von Hütte zu Hütte und
von einem Gebirgsmassiv zum anderen. Während der sieben Etappen beeindruckten uns nicht nur die Landschaft,
die fruchtbaren Täler, riesige Waldgebiete und Höhen von weit über 2000m, sondern auch die Reise in die
Vergangenheit. Manchmal hatte man das Gefühl mit einer Zeitmaschine in der Vergangenheit zu reisen. Wir sahen
Dörfer, in denen das Pferd noch immer nicht durch eine Maschine ersetzt wurde, die Menschen mit einfachsten
Mitteln ihre Felder bestellten um das notwendigste für ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ein Land der
Gegensätze, Reichtum
und Armut sind kaum in
Europa näher
beisammen. Schade
auch, dass die
Landschaft durch
Industrieruinen
verschandelt wird und
denkmalwürdige Bauten verfallen.
Nach einer Bahnreise von ca. 17 Stunden erreichten wir am 24.3.2010 am frühen Morgen Alba Iulia in Rumänien.
Am Bahnhof wurden wir bereits von unseren drei MTB-Guides, Cosmin, Rica und Piciu empfangen, die uns die
folgenden Tage durch die Karpaten führten und bestens betreuten. Nach einer Stadtrundfahrt mit dem MTB durch
Sibui starteten wir noch am Nachmittag zu unserem ersten Etappenziel Palatinis (1450m), dem höchstgelegenen
Kurort Rumäniens. Leider war Regen und Nebel an den folgenden drei Tagen unser ständiger Begleiter, die Wege
waren teilweise zentimeterdick mit Schlamm bedeckt oder mit tiefen Wasserrinnen durchzogen. Rozdesti Gipfel,
Steflesti Sattel oder das Highlight Urdelle Pass konnten wir leider nur bei Regen oder im Nebel genießen. Ab der
fünften Etappe konnten wir endlich die Regenbekleidung ausziehen und in der Nähe von Petrosani das
Mittagspicknick sogar im Freien genießen. Die folgende Etappe konnte nicht schöner sein, eine anstrengende und
schwierige Strecke zur Cabane Buta, mit anschließendem Fußmarsch auf ein wunderschönes Hochplateau mit
Ausblick in den Retezat Nationalpark und dass bei strahlendem Sonnenschein. Auf der Rückfahrt dieser Etappe,
hatte man die Gelegenheit eine Abkürzung über einen anspruchsvollen Singletrial zu nehmen. Am späten
Nachmittag hatten wir noch die Möglichkeit ein Stück in eine Klamm zu klettern. Die letzten beiden Etappen führten
uns über den Jiu-Cerna-Pass nach Cerna Sat und weiter zu unserm Ziel nach Bad Herkules.
In Erinnerung bleiben sicherlich auch noch die vielen Platten von Mandi, der viele Schlamm an den ersten Tagen, die
verdreckten Bikes und Kleidung, zwei glimpflich verlaufene Stürze, Mandi, dem kein Fluss zu tief, kein Fußmarsch
mit dem Bike am Rücken zu lange und keine Staumauer zu schmal war, eine tolle Truppe, die gut harmonierte und
letztendlich drei super Bikeguides. Teilnehmer: Andreas Victora, Manfred Leitner, Gerhard Mitterlehner, Christian
Bruckner, Franz Resch, Rupert Langebner, Petra Schraml, Axel Müller, Andrea, Irene u. Werner Keil, Fritz Kaltner.